Teil 2 Moped-Manu on the Road

Seit gegrüßt Freunde der gehobenen Unterhaltungskunst.

Der heutige Beitrag bündet direkt an den letzten an und bildet das Finish des „Moped-Manu on Tour“ Dilogie. Für diejenigen die den letzten Beitrag nicht gelessen haben (..heeeeeiiii! Ihr hen ä journalistisches Meischterwerk vobasst!…) eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse.

Was bisher Geschah:

– Manu aß einen letzten höchst emotionalen Roti bei seinem Stamminder des Vertrauens.
– Manus „Operation Übernachtungsplatz“ endete mit einem 16h aufenthalt am Flughafen Kuala Lumpur.
– Manu besichtigte mehrere Museen, Kathedralen und Plätze in Hanoi.
– Manu und Julian kauften sich zwei Mopdes und los ging die wilde Fahrt.
– Welche Hürden auf der ca. 2400km langen Strecke nach Dalat genommen werden mussten, lassen sich anhand der folgenden Bilder erahnen:

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– In Dalat erweiterte sich unsere 2-Mann Gang in einen 4 Personen Biker-Rudel, welcher sich auf nach Mui Ne machte.

Und da sind wir. …Also witer gohts!…  “…uuuund äktschn!”:

Punkt 10:00Uhr saßen wir  nun also zu viert mal wieder auf unseren Feueröfen. Drei Holländer und ein Engländer und der Julian und Ich machten sich auf. So fuhr die Bikergang mit dem Duft von Leder in der Nase, blitzendem Chrom/ rostendem Blech und wedelndem Haar, mit dem selbsternante Anführer Manuel alias „Harley-Kalle“ ganz vorne voran, nach Dalat. Die Bande hielt sogar sage und schreibe 2h zusammen bis wir uns aufgrund eines defeckten Gasszuges von einem der Holländer trennen mussten. …Häjo 10% Voluscht musch ihplanä…, hei nu eimol, nu ein einziges Mol! wet ih gern mit Profies zeme schaffe! häää… Trotzallem kamen alle meine Schäfchen (-1) sicher ans Ziel. In Muineh mieteten wir uns in einem Hostel ein und gingen dann auch schon ins Bett, schließlich wollten wir um 3 Uhr zum Deutschlandspiel fit sein! Un ich segs eu Ich war fit und ich war heiß! Uf mir het mo choene ’n Stei zum schmelze bringe, hewa schwetz i, ’n ganze Berg!  Ich jubelte wie ein Weltmeister machte Ein-Mann-Laolas und schmetterte Fangesänge am laufenden Band heraus, am Ende hies es 2:1 gegen Algerien. Kaum uszenke wa basiert wer wenn ih it so gjublet het! Hei S duncht mo ganz schö, als hetäto ittä Dumä druckcht!? Hei alles mumo selber mache! Jetz stränged eu mol ah!
Also jedenfalls besichtigten wir am nächsten Tag die berühmten Sanddühnen und sausten diese auf richtigen Schlitten herunter. Mit mim Schlitte han ih d‘ Schallmur durchbroche son zacke han ih druf ka!  So endete wieder ein Tag in Vietnam. Am nächsten Morgen ging es dann auf die Finale Strecke nach Saigon, wo wir knapp 5h später auch ankamen. Dort galt es die letzte Hürde in Vietnam noch zu meistern, das Verkaufen unserer Öfen! Wir hingen Fleyer aus und posteten es online. Zwei Tage später wechselten beide Mopeds ihre Besitzer 😥 So konnten wir am letzten Abend in der Hosteleigenen Dachbar, umzingelt von Franzosen, hehehehehe… , das Viertelfinalspiel Deutschland : Frankreich anschauen. Was habe ich an diesem Abend gelernt? …Gwünne macht jo scho alei viel Spass abo umzinglet vo folührende Franzose noh viel me hehehehe!…  Und somit endete auch der letzte Tag in Vietnam.
Insgesamt ritten wir knapp 3000km von Norden Vietnams in den Süden. Wir fuhren durch idyllische Dörfer, vorbei an der Grenze zu China, überqerten engste Berpässe nur knapp 3km von Laos entfernt, sausten auf einer Autobahn die sich noch im Rohbau befand und auf einem Kiesweg endete, flüchteten einmal vor der Polizei die uns abzocken wollten, durchquerten Nationalparks, schleppten uns gegenseitig ab und sahen unglaublichste Naturbauwerke wie riesige Tropfsteinhölen oder unglaubliche  Felsformationen im Wasser. Alles in allem kann ich zu Vietnam nur sagen: Hejo ka mo schomel mache… Nei im Ernscht ’s war d‘ Hammer!

So und dann hatten wir den 6. Juli und mein Vietnam-Visum lief aus. Also gings für die letzte Woche doch nochmal zurück nach Malaysia.

In Kuala Lumpur verbrachten wir also nochmal einen ganzen Tag, bis wir uns spontan dazu entschlossen nochmal nach Penang zu fahren isch eifand so schö döt! Dort schlief ich drei Nächte bei Julian in seinem AFS-Projekt bis Ich wieder nach Kuala Lumpur fuhr um meine letzte Reise anzutreten. So, und dieses Mal wirklich zum letzten Mal.

Am 13.7.2014  um 00:05Uhr war das Abenteuer Malaysia dann wirklich entgültig für mich vorbei. Die Lufthansa Maschine hob planmäsig um Punkt 0:05 Uhr nach Frankfurt ab. Und ich muss zugeben, es war ein sehr komisches Gefühl wieder nach Hause zurück zu kehren. Auf der einen Seite stand die rießen Freude wieder zu Hause zu sein, auf der anderen stand das Ende eines grandiosen Jahres, welches doch eben erst begonnen hatte. Ich war doch gerade eben erst in Kuala Lumpur gelandet!?…

Jetzt bin Ich schon wieder ein paar Tage im Schelgen. An das Leben nach dem Roti muss ich mich erst noch gewöhnen, aber das wird schon. Und es tut gut mal wieder so richtig schön den Frack voll zu bekommen ;-P Ebenfall bot sich mir gleich am Abend die Gelegenheit mich für meine klägliche Niederlage vor dem Abflug nach Kuala Lumpur zu revangieren (Ihr erinnert euch, ich verlor eine Partie FIFA auf der Playstation und musste die Nacht vor der Abreise eine ganze Flasche Apfelmost kippen!) und gewann meine Revange mit selbigem Einsatz. Haaaa! Alles in Allem kann ich sagen dass, das Projekt Manuel in Malaysia ein absoluter Erfolg und eine der besten Ideeen meines Lebens überhaupt war! Sollte mich jemand Fragen, ob ich es nochmal machen würde, gäbe es nur ein Antwort und jaaa, ich hoffe dass jeder von euch die Gelegenheit bekommen kann, selbige Erfahrungen zu machen und ebenfalls solch ein tolles Jahr feiern und erleben zu können wie ich es konnte!

In ein paar Tagen werde ich euch einen letzten finalen Blogeintrag verfassen, indem ich das vergangene Jahr, höchscht sachlich wie immo 😛 , nochmal reflektieren und Revue passieren lassen werde. Bis dahin bleibt sauber und macht mir keine Schande 😀

Weltmeisterliche Grüße von euerm Roti-Abstinenzler, Heimkehrer und Bikergang Anführer Manuel alias Harley-Kalle

Vietnam – Moped-Manu on the road

Hallo meine Freunde der gepflegten Konversation,

wie im letzten Beitrag (End of Stay Camp – Wolfsrudel Adieu!) angekündigt, gibt es heute, leicht verspähtet, den Beitrag zu meiner Reise nach Vietnam.
Uuuuuuuuund los!

D‘ erschte Akt – un ’s war viellicht ’n Akt! – heißt: Waaaaaaartä!

Un‘ wie ich gwartet han!  Nach einem letzten, sehr emotionalen, wohlgemerkt, Roti Stieg ich mit meinen sieben Sachen am 7.6 um 14 Uhr, georgetownischer Ortszeit, in den Bus nach Kuala Lumpur. Dort angekommen began die Operation „Übernachtungsplatz“. Diese Mission scheiterte allerdings kläglich, da alles schon voll oder utopisch teuer war …hääää, wa weiß ich, worum usgrechnet alles ah dem Dag uf KL het welle!  Dies in Kombination mit der Nichtvorhandenheit (gits des Wort ?) eines freien Couchsurfing-Sofas, bescherte mir eine laaaaaaaaaange Wartezeit am Flughahen ehe es nach Vietnam weiter ging. Die Wartezeit belief sich genau genommen auf satte 16 Stunden, …!!sechtszäää schtund!!! …Seeecht-zääääähhhh Schtund!!!…

Schlussendlich habe ich aber mein Ziel erreicht und bin am 8.6.2014 in die Airasia Maschine nach Hanoi/ Vietnam gestiegen.

Das zweite Kapitel trägt den Titel: Viel gsäh han I z‘ Hanoi.

Kaum angekommen gings nach Hanoi, und heieieiei, dort lief dann aber  alles wie am Schnürrchen …Jo ’s gits au mol bi mir, dass alles so funktioniert wie ’s söll…
Aber ja, jedenfalls machte ich mich per Bus auf zum Hostel, in welchem ich im Vorfeld ein Bett in einem Gemeinschaftszimmer gebucht habe …jo, ich han drus glehrt!… Dort wartete auch schon Julian auf mich, der dann aber am nächsten Tag nach Sapa weiter fuhr. Nach einem, wie sich später herausstellte, überteuertem Abendessen, gings es für mich nur noch ab in die Federn – un heiligs Blächle, han ich guet gschlofe! Der nächste Tag war voll durchorganisiert und hatte ein strenges Programm zu bieten. Ich besuchte das Gefängnis- und Militär-Museum, war in der St. Joseps Katedrale und bin über den Lenin Platz gwacklet, alles in Allem lies ich an dem Tag schon einige Kilos liegen. …Hei un ih sägs eu, ih dere Nacht han i‘ wiedo gschlofe wieä ä Fuhltier uf Schloftablette! Hei han ich guet gschlofä!… Für den nächsten Tag war das Programm dann nicht mehr so strickt eingeplant. Ich buchte ein Platz im Nachtbus nach Sapa und bis dieser fuhr, joggte ich ein paar Runden am Hoan Kiem See.

…so, und i dere Nacht im Bus han i gar it guet gschloffä, ih het wohl me renne müese!

Kapitel Nr. 3 nennt sich: In Sapa gits riese Felder und Bügl!

Auf den vietnamesischen Straßen herscht eine festgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von  60km/h, daher benötigte ich für die Anfahrt nach Sapa rund 12h mit dem Bus. Und jap, Ihr werdert es erahnen, an diesem Tag war dann auch nicht mehr wirklich viel mit mir los. Ich besprach mit Julian, der dort abermals auf mich wartete, die Reiseroute und wie wir diese am besten und flexibelsten in die Tat umsetzen konnten. …n Meischterplan hemo greirt! Hei, ä Meisterwerk an Organisations- un Koordinationskunst!… Also machten wir uns am nächsten Tag auf, unserem Masterplan Taten folgen zu lassen. Als erstes erstanden sich Julian und Ich alte Mopeds. Nach dem Kauf erkundeten wir das Gebirge Sapas, rießige Reisfelder, kleinste Dörfer von verschiedenen ethnischen Gruppen und wunderschöne Wasserfällen, …un ich segs eu, wa mo döt siet isch it etwa nur de Hammer, nei  ’s isch de Vorschlag-ober-hammer!.. Mit diesen Bildern im Kopf Endete der Tag in unseren Träumen. Am nächsten Morgen sattelten wir dann aber gleich wieder unsere Mopeds, um uns auf zum nächsten Ziel zu machen.

 

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Der vierte Streich für’s Thema: Bötlefahre z Ha Long un‘ WM-Fieber

Nach einer zweitägigen Mopedanfahrt, mit Abstecher an der Grenze Chinas und einer Übernachtung in Hanoi, sind wir tatsächlich an der Ha Long Bucht angelangt. Un wa mo glie vorab sägä cha, d‘ Strand selber bestoht eigentlich nu us hufe Stei, aber die Felse die vor de‘ Bucht lieget sin d‘ Wahn! Um diese, wie immer, fachmännisch zu begutachten, buchten wir eine zweitägige Bootstour. Plötzlich nach der Buchung wurde mir auf einmal klar, dass genau am ersten Tag der Tour, das erste Deutschlandspiel stattfinden sollte! Ich hatte schon Angszustände, Schweisausbrüche, Panikatacken un‘ au no alles glichzietig, dass ich es verpassen würde,  hei ih het Rotz un‘ Wasser blaare chöne!.. Nach einer schlaflosen Nacht gab es dann die rettende Entwarnung auf dem Boot als ich ein Fernseher im Aufenthaltsraum sah, döt han ih denn gwüsst, ’s git ’n Gott. Hei do isch mo en ganze Berg vom Herz keit!… So konnte ich dann sogar auch den ersten Tag auf dem Boot in vollen Zügen genießen. Hehe,  wie ’n Sack Herdöpfl bin ih uf’m Deck umä glägä! 😀
Punkt 23 Uhr gings den endlich los, FUSSSBAAAAALLLLL WEEEEÄÄÄÄÄMMMM!! Ich war heiß, ich war heiß, hei war ich heiß! Ich war en Vulkan! Aber jedefalls… Dütschland vs. Portugal! D‘ Ufstellung het ih zwar anderscht gmacht aber ’s Ergebnis git im Jogi jo Recht! 4:0 hemo diesele Portugiese vom Platz gfeget, üses Bootle isch scho fascht zum Partyboot mutiert! Hei ich han des Ding fascht zum kentere brocht! Danach ging ich dan auch völlig erschöpft und zufrieden mit meiner Leistung ins Bett. Das Programm am nächsten Tag war das Selbe wie vor Vortag. Herumlungern und die Haut zum brutzeln bringen. Um 11:30Uhr in der Früh war die Tour dann auch schon wieder vorbei und wir zwei schwungen uns wieder auf unsere Gefährte und galoppierten weiter zum Phong Na National Park.

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Paragraph Füf: National Park andere Wiese Mensche

Mit  Zwischenstops in Tan Cok und Tan Ky sind wir auf unserer Mopedtournee drei Tage später am Nationalpark angekommen. Die Landschaft auf der Anfahrt war einfach unglaublich. Wir fuhren durch kleine Dörfer, auf Dschungelstraßen, über Bergpässe und riesige Brücken.
Am Park selbst fanden wir ein Hostel indem, so wie wir, sehr viele Rucksacktouristen aus aller Welt, von allem Europäer, mit ihren Mopeds Rast machten. War dort doch mal wieder schön sich mit jemandem zu unterhalten der gut Englisch spricht, da die Vietnamesen nicht gerade Englischexperten sind. Im Nationalpark selbst, durchforschten wir die Paradies Höhle und badeten in einem Fluss.
Der Tag darauf stand dann ganz im Sinne der feinen Art des Nichtstuhens. Ich lag den ganzen Tag im Bett. Und jep, ’s war schö! Noch so viel Schindorei duet des au mol guet 😉 Und schließlich musste ich mich ja physisch als auch mental auf 2:00Uhr Morgens vorbereiten, denn da hies es dann ein weiteres mal „vorwärts Dütschlaaaand!“ Ich war heiß, ICH WAR HEIß! Hei war ich heiß! Ich war mol wieder en Vulkan! Hewa wa schwätz i, ich war ä Epizentrum! Aber hmmm… irgendwie drang meine Aura wohl nicht ganz bis nach Brasilien durch. Nach 90 Minuten und, …hmm wie lässt es sich ausdrücken?.. sagen wir mal „einer stets bemüht Leistung“ unserer Elf gegen Gana (Endstand 2:2), lag Ich um 4 Uhr dann auch Fix und Foxi in der Falle. Und dann gings auch nur vier Stunden später, auf unseren Geschossen, wieder weiter in Richtung Hoi An.

 

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Absatz Sechs: Brutzle in Hoi An

Über den Ho Chi Minh Pfad (welcher zu den schoensten und Specktakulaersten Strassen in Vietnam zaehlt) ging es weiter nach Khesanh ein kleines Dorf irgendwo auf dem Pfad. Von dort fuhren wir am nächten Morgen an die Ostküste zum 200km entfernten Hoi An. In der Statt ma Chinesischem Meer trafen wir andere Rucksacktouristen mit denen wir uns am Strand die Pelze braun brennen liesen. Und da das so schön war, und wir so gut darin waren ;-), vebrachten wir gleich 2 Tage damit  ; ) …. jop, jop, jopahhh.. des isch ä Lebe!  Das nächste Ziel auf unserer Route war dann das ca. 700km entfernte Dalat.

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Kapitel sieben: Dalat – Kühlschrankfeeling!

Mit kürzeren Zwischtenstopps in Kontum, Buon ma thout (froget mi blos iht wo des isch, mir sin eifach doet glandet!) 

Buon ma thuot

und einen Platten später, trafen wir am dritten Tage nach unserer Abfahrt, nach Hoi An, in Dalat  auf unseren Feuerstühlen ein. Dalat, was kann ich zu Dalat sagen…, wir verbrachten 3 Tage in Dalat von denen es 3 Trage regenete und eisige 20 Grad kalt war … hei, ‚s het genauso guät schneie chönne! brrr… Warum wir dort so lange geblieben sind, fragt Ihr euch nun absolut zurecht, aber die Antwort ist ganz einfach, wir waren im bisher Besten und gleichzeitig billigstem Hostel unseres gesamten Vietnam Ausflugs. ..Ich will jo keine Werbung mache, aber huiuiuiuiuiiiii des Hostel war aller erschte Sahne!  

So nun sind wir im Heute angekommen. Die beiden unterschrocknen Deutsch-Malayen machen sich nun auf von Dalat nach Mui Ne. Was uns dort erwartet erfahrt Ihr demnächst in einem neuen Beitrag.

Bis dahin, drückt unsere elf weiterhin die Daumen, bisher hänos jo it schlecht gmacht, aber i merk ihr löhn noch!..

Viele Grüße aus Vietnam
euer Epizentrum und Mopedreiter Manuel

End of Stay Camp – Wolfsrudel Adieu!

Hallo meine liebe Leserschaft!

Schon wieder sind drei Wochen in Malaysia vergangen und, wie ihr nathürlich alle noch wisst, habe ich euch im letzten Beitrag (Pulau Perhentians) einen Bericht über das End of Stay Camp versprochen. Also, auf gehts!

Wir schreiben Mittwoch den 21. Mai 2014. In Malaysia/Georgetown setzten sich die 6 tapferen Kompanen des Uhrwolfsrudels ein letztes mal gemeinsam in den Bus nach Kuala Lumpur. Nach der knapp 7,5 Stunden langen Anfahrt, sind wir dort tatsaechlich auch angekommen …hei isch de Meischter gurket!  Per Taxi gings weiter zum Hotel „Flamingo am See“, wo wir leider nicht sofort einchecken durften. …hei jetzt darf mo idemol me um achte demorge inerem Hotel ichecke! 😉 …  Da wir aber trozdem sehr müde waren, legten wir uns kurzerhand in den Eingangsbereich auf die Sofas, was den Hotelangestellten sichtlich gefallen hat hehehehhe! Zur Mittagszeit durften wir dann aber eeeeendlich unsere Zimmer beziehen. Julian, mein Karaoke-Battle-Partner (kleine Errinerung: Karaoke in kl und der brieftraeger war da), und ich teilten uns ein Zimmer. Aber bevor es zum showdown kam, begann das eigentliche Programm des Camps. Zunächst sprachen wir über die Erwartungshaltung  des Camps, welche nicht unbedingt wegen des Programmes, sondern eher wegen des anstehenden Karaokebattles sehr hoch bei mir angesiedelt war. Am Abend sollte es dann endlich soweit sein! …hei war ich heiß!!  Julian und Ich hatten uns akribisch darauf vorbereitet. Um nur ein paar Künstler zu nennen: Rock von The Darkness, Rap von Afroman und Trash von Lou Bega. Eine sorgfältigst ausbalancierte Playlist in Kombination mit überragender Textsicherheit, höchstwertigster Gesangskunst, fernsehreifer Performance und einer Bühnenpräsenz eines Elvis Presleys – kurzum, wir konnten nicht verlieren! Die Angst war unseren Kontrahenten förmlich ins Gesicht geschrieben, was sich bereits vor dem Beginn mit dem Aufbau der Anlage bemerkbar machte, da es durch „technische Gründe“- wie sie es beschrieben-  erst  verspähtet gestartet werden konnte. Und als es soweit war und wir die ersten Lieder runter schmetterten, ist ein Mitglied des gegnerischen Teams, oder vielleicht auch von meinem Team je nach sichtweise, obwohl es ganz klar vom gegnerischem Team ausging, übergelaufen und mit Julian „verschwunden“ …jaja ihr zwei, wir wissen Bescheid 😛
Die Angst unserer Gegner plus die Übermacht unsererseits bescherte mir also den Sieg durch K.O. in der dritten Runde! ..Thaaaaaaaaa!!! Ich glaube Murat kann meinen Gefühlen, hier an dieser Stelle, am ehesten Ausdruck verleihen 😉. Der Preis das Ich bei Fabian im Bett naechtigen musste nahm ich dann gerne in kauf!
Also, am nächsten Tag jedenfalls, begann die erste Einheit schon um neun Uhr. ..um nüne, UM NÜNE!!!… – leider habe ich vergessen wie diese Einheit hies – …hä wa wenn su au erwartä, um nüne! tss…, aber soviel sei gesagt, in einer Wichtigkeitsscala von 0-10 (mit 10 sehr wichtig) war sie eher eine gefühlte Minus 12,5… Die wichtigen Dinge wie vor Allem das Mittagesse gab es dann um 12:30 Uhr. Dank der weisen Worte meiner lieben, alten, schelgemer Exnachbarin (oder wie sie für uns früher immer hieß “ ‚d Ohre Else„) kann ich den Geschmack als auch die Aufbereitung auch bestens beschreiben: “ Ä‘ rechte Sau frisst alles!“ (Roren Elsa auf die Frage wie denn das Essen im Seniorenheim so schmeckt, um ~2010). Nach der Nahrungsaufnahme, schöner lässt es sich nicht ausdrücken, liesen wir das Jahr mit Hilfe eines Jahresstrahles (eher so ein Zeitstrahl oder Zahlenstrahl) nochmals Revue passieren. Ausserdem bekamen wir unsere Brief an unser zukünftiges Ich zurück/zugestellt, die wir Anfang unserer Unternehmung verfassen mussten – Fazit der Auswertung oder eher Interpretation meines eigenen Briefes: g’rockt han ih des Johr!
Um 17:00 Uhr hieß es dann so machemo Fürobed, gnueg gschaffet für hüt…. Also konnten wir uns endlich wieder den wichtigen Dingen im Leben widmen: Der Abendgestaltung 🙂 Und ja, was gibt es hier zu berichten. Oder eher, was gibt es hier nicht zu berichten!? Über diesen Abend könnte ich zehn Romane Bücher oder eher eine ganze Bibliothek voll schreiben, aber das lasse ich hier mal lieber gut sein – ist ja nicht so, dass wir nicht alle mal eine Festanstellung wollen… 😛
Jedenfalls begann der nächste Tag, leicht verschlafen und verkatert, um 11:00Uhr. ..um ölfe, UM ÖLFE!! Hei ’s isch eifand it besser worrä… Dieser Tag stand ganz im Zeichen des großen und lange angekündigten Abschiedsdinners (hier muss man dazu sagen, dass für alle Volunteers die nicht verlängert hatten, dieses Jahr bereits am 17.7 enden wird und sie zurück nach Deutschland fliegen, deshalb großes Abschiedsdinner). Dieses hatten wir zusammen mit den Austauschschülern des AFS-Programm, dessen Austauschschuljahr zeitgleich zu unserem Jahr statt fand, ausgetüftelt. Es wurde geprobt, gemacht und getan, hei ih han n Bugl vosetzt!, alles war bis aufs kleinste Detail vorbereitet, nur als es begann, hatte man doch irgendwas vergessen? Ohh was wars denn nur, was wars denn nur? Ohhh die Volunteere (also nicht die Schüler, sonder wir wurden vergessen!)… Aber naja nicht so schlimm dachte man sich wohl, wer braucht die denn schon… Nachdem man dann zuerst den Programmpunkt mit der Kröhnung des Volunteers des Jahres übersprang, wurden wir während der ganzen Zeremonie doch mal ganz kurz beiläufig erwähnt. Also zu dieser Aktion gibt es nur eines zu sagen: Es war eine Schande, eine Frechheit und ganz, ganz schwach von den Organisatoren. Dies soll kein Gemoze sein, nur eine höfliche Kritik und ein Denkanstoß an AFS, die es nicht für notwendig erachteten sich bei uns für all unsere Bemühungen und Anstrengungen, die wir in unsere unterschiedliche Projekte miteinbrachten zu bedanken, geschweige denn, sich von uns gebührend zu verabschieden oder uns auch nur den Hauch von Respekt zu zollen. OK, sind wir ganz ehrlich, ich war echt angepisst und enttäuscht! AFS, setzen sechs!
Aus dieser Angepisstheit resultierte dann allerdings ein beispielloser Abend der seinesgleichen sucht ^^ Was für ein Abend! Was haben wir gelacht! Ein voller Erfolg!

Am letzten Tag des Camps fand dann auch gleich die Campevalutation statt, welche gelinde gesagt eher „mäßig“ ausfiel, was aber scheissegal war (man möge mir die saloppe Ausdrucksweise verzeihen!),  denn wir sind ja eh NUR die Volunteere… – tssss.. AFS schämt euch!-  Im Anschluss gab man uns dann noch die Zeit, uns gegenseitig Nachrichten in unsre Jahrbücher zu schreiben (diese haben wir sogar bekommen, obwohl wir die volunteers sind, wow!). So, und was war dann?

Dann war das Camp offiziell vorbei.

Diese letzten Tage stellten nicht nur das Ende des Camps dar, sondern sollten auch die letzten gemeinsamme Tage der sechs Uhrmitglieder des legendären Penanger Wolfsrudels sein. – Dudes, Ihr seid der Kracher! Es war mir eine Ehre! Ich sag nur, Uranov Du kleiner Elefant! Auf uns Männer! 😥

Ein Hoch auf Uns!

Ein Hoch auf Uns!

Nach der ganzen Gefühlsduselei hieß es dann für mich, auf zurück nach nach Good old Penang. Mein End of Stay Camp endete also dort wo  es begonnen hatte, oder wo es eigentlich hätte  beginnen sollen, nämlich beim Roti-Händler meines Vertrauens mit zwei Rotis und einem Teller gebratener Nudeln. Und somit schließe ich die Geschichte des End of Stay Camps mit den weisen Worten: hmmmm Roti… ein letztes mal ab.

Falls ihr wissen wollt, wie es nun mit den Mitgliedern des Wolfsrudels weitergeht, kann ich euch einen kleinen Einblick verschaffen:

Tobi wird noch ein paar Wochen durch Malaysia ziehen, Nadim und Jan werden die Insel Bali unsicher machen und Fabian reist mit seiner Freundin nach Kambodscha bevor sie alle zusammen am 17 Juni wieder nach Deutschland fliegen.  Für Julian und mich ist das Abenteuer Penang erst nächste Woche beendet. Danach werden wir noch die ein oder andere Wochen in Vietman verbringen, bis wir püntklich zum Endspiel der Fussball Weltmeisterschaft wieder in Deutschland sein werden. Mensch bin Ich scho heiß uf die WM! Hei, ich bin ’n Vulkan!

Dieser Beitrag wird wahrscheinlich auch mein letzter aus Malaysia sein. Ob die WM in Vietnam übertragen und welche Abenteuer uns dort erwarten gibts dann im nächsten Beitrag. Ich bin sicher es wird viel zu berichten geben. Bis dan haltet die Ohren steif und drückt unsrer Elf die Daumen! Ich verlass mich auf euch, ich sehs dann wenn einer beschissen hat 😉

Viele Gruesse

Euer Songcontest- durch K.O. und Karaokebattlesieger

Manuel

Hier noch mein persönlicher Abschiedsgruß an Malaysia, an meine Dudes vom Wolfsrundel und eine Homage an das vergangen Jahr! Das Jahr mit euch war der Waaaaahnsinn Jungs! Rock ’n‘ Roll!

 

 

 

Pulau Perhentians

Hallo zusammen,

was gibt es anderes zu berichten, als dass letzten Donnerstag mal wieder Feiertag war und dass die sieben Jungs, vom Penang-Chapter-Clan, die Gelegenheit ergriffen um für ein paar Tage zu den Pulau Perhentians zu flitzen. Die Perhentians ist eine vor der Ostküste Malaysias gelegene Inselgruppe, die dank ihren Schneeweisen Sandstrände und glasklarem Wasser das quasi-Paradies für Taucher und Schnorchler ist.

Am Mittwoch um 22:00 Uhr, manuelscher Ortszeit, fuhren, fünf der sieben Penang Jungs, mit einem gemieteten Van nach Kuala Besut. Die sieben stündige Fahrt war für mich definitiv kein Zuckerschlecken, da ich von heftigsten Magenkrämpfe geplagt wurde (..hei i segs eu, han ich ’s Ranzeweh ka!).
Jedenfalls kamen wir an der Hafenstadt an, von der aus es per Boot weiter zu den Inseln ging. Ans Ziel gekommen, galt unsere vollste Aufmerksamkeit der Hostelzimmer-beschaffungsmasnahne. Und jop, jop, jop.. Da wir nicht die Einzigen mit der glorreichen Idee waren, am Freitag einen Brückentag auszunutzen und so ein langes Wochenende auf der Insel zu beurlauben, war die Insel sozusagen voll bis unter ’s Dach. Oder anderscht gseit: mir hen ums Voreckche nüd gfunde! Nach endloser Suche, fanden wir wenigstens die Behausung von den früher angereisten Zweien unserer Bande. Diese konnten sich zwei Betten in einem Mitarbeiter Bungalow ergattern ^^. Dort konnten wir uns dann immerhin ein paar Mückennetze leihen, unter denen wir am Strand schlafen konnten. So ging er der erste Tag unter freiem Himmel am Strand ins Land. Hei und lecks mi, i dere Nacht hän mo gschlofe wie Bäre! Und deshalb sahen wir auch keinen Anlass uns nach einer anderen Möglichkeit der Nächtigung umzusehen. Die Zeit nutzten wir viel cooler für eine ausgibige Schnorcheltour 🙂 Das Wasser war so unglaublich klar, dass wir die schönsten und buntesten Korallenriffe, riesige Wasserschildkröten uns sogar einen Hai sehen konnten! Das große Highlight war aber ein Leuchtturm inmitten des Meeres, von welchen nur die aller, aller, aller mutigsten unter uns hinuntersprangen (hei bi ich ‚en Kerle!). Den restlichen Tag lang ließen wir uns dann die Pelze von der Sonne braun bruzeln. Und sell war so schö, dass mo des au de ganz Samstig gmacht hen! Jep, jep, jep, ahhhhh…. des isch ä Lebe!
Am Sonntag fuhren wir dann mit schwarz/rot gebrannten Bäuchen nach good Old Penang zurück. Dort angekommen aßen wir noch ein Cheesnan-Ticka-Set (Käsechapati mit klein gehackten Hühnchen und Sauce) und verstreuten uns wieder in alle Himmelsrichtungen in Penang. Jap, jap, jap, schö wars!

So und nun noch ein kleiner Ausblick: Ende Mai ist End-Of-Stay- camp, und bis dahin esse ich weiter fleißig Rotis und Reis. Was alles beim End of Stay Camp abgeht, wer den Battle of the Karaoke gewinnt und wohin mich meine Finale Reise führen wird, erfahrt Ihr in meinem nächsten Beitrag.  Aber bis dahin, haltet die Ohren steif!

Schöne Grüße und vielen Dank für die Blumen, euer Strandurlauber und König von Penang

Manuel

Behausung - Pulau Perhentians

Pulau Perhentians

Karaoke in KL und der Briefträger war da

Hallo meine Kumpels und Kumpellinen!

Seit dem letzten Beitrag sind schon wieder satte drei Wochen vergangen,  in welchen Ich nach Kuala Lumpur gefahren bin um auf einem Sofa zu schlafen und ich eine Herausvorderung zum Kampf der Giganten annahm. Oder wie andere solche Wochen nennen, ein paar ganz normale Tage im Leben des Manuel…

Das erste Kapitel vom heutigen Beitrag nenne ich: Sinnlos in KL

Wie Ihr bestimmt noch wisst, hatte das Wolfsrudel nach dem ersten drei monatigem Aufenthalt einen Visa Run nach Hatjai (manusteeparty.de/visa-run-zurueck-in-die-zukunft). Und jop, unser Visa war mal wieder ausgelaufen…

Aber wir beginnen bei Null. Es war ein normaler  Montag  auf der Insel Penang, der Schweiß läuft einem den Rücken runter, zum Mittagessen gabs Reis und Ich überlege mir gerade ob Ich heute Abend ein Tandori Set (Hünchen mit Chiabata Brot) bestellen soll, oder nicht. Da klingelte das Telefon – Nachricht von AFS!

„Seit gegrüßt liebes Penang Chapter… bla bla bla… Da eure Visas kommende Sonntag auslaufen, muss einer von euch nach Kuala Lumpur zur Deutschen Botschaft fahren, um diese zu verlängern…“

Da es schöneres gibt als mit dem Bus nach Kuala Lumpur und zurück zu gurken, hatte niemand von den Penang-Freiwilligen Zeit, außerdem war es dem American Fild Service Malaysia wohl zu stressfrei die Pässe einfach mit der Post zu uns zu schicken. Daher bestimmte besagte Organisation einfach einen Freilligen, und da ich diesen Beitrag nicht schreiben würde wenn Sie mich nicht  auserkohren hätten, kann sich jeder denken wer ’s mol wider ade Backe ka het! hääää…“ Meine ausrede: „Ih ha kei Ziet“ war wohl nicht gut genug. Also fuhr Ich halt am Dienstag, um 16:30Uhr, mit dem Bus nach Kuala Lumpur. Dort angekommen führte mich meine Couchsurfing Übernachtungsgelegenheit, Addy ein lustiger Zeitgenosse malayischer Abstammung, in ein indisches Restaurant, wo wir bereits von anderen Couchsurfern sehnsüchtig erwartet wurden. Nachdem Abendessen entschieden wir uns für Karaoke, und ich will ja nich angeben, aber jeder kann sich wohl denken wer die Bude am meisten gerockt hat! 😉
So entsang uns der Abend, bis ich um 3:00Uhr, bei Addy im Wohnzimmer, in den Schlaf fiel. Der nächste Morgen begang für mich um 10:00Uhr mit der Feststellung, dass ich verschlafen hatte, hääää… Teffpunkt mit AFS Malaysia war 09:30Uhr im Stadtcentrum^^. Auf dem Display meines Handys waren zwei Anrufe in Abwesenheit und eine Textnachricht. Mir schwante Böses! Doch Entwarnung als ich die Textnachricht öffnete, „Hi Manuel mir reicht es auf 9:30 Uhr nicht, treffen uns um 11:00Uhr“ Haaa! Isch d‘ Pabscht katholisch oder wa…. als öb ihs groche het! So kam ich mit stereotypischer deutscher Pünktlichkeit am Treffpunkt an! Dort meinte meine AFS Kontaktperson, dass Sie nur unsere Reisepässe bräuchte und Ich eigentlich nicht mit in die Botschaft müsse. Und da ich sowieso keine Lust auf die malayische Bürokratie hatte, zog Ich diese Option und setzte mich ins Kino. 2,5h später war der Film vorbei und ich dachte mir: „…chum liegsch noh a weng ide Park bis ‚d Cheffin mit de Bäss chunt, un du wido voschwinde chasch…“. Naja, knapp 8h später klingelte das Telefon erneut – Textnachricht „Hi Manuel, es gibt paar kleinere Probleme mit den Visa, du kannst zurück nach Penang fahren, ich werde euch die Pässe per Post zukommen lassen“.Heiligs Blechle, muen ih jetz dodezue noh irgendöbis sege!? Aber nein, wir regen uns nicht auf, hääääää!!!! hääää…  Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und der langen Fahrtdauer entschied ich mich dann in einem Hostel zu  nächtigen und am nächsten Tag zurück nach Penang zu gurken.

Fazit dieser Reise: Fühf Stund ein Wäg uf KL für Karaoke un ä Nacht ufm Sofa – Dodezue gits nu eis zum sägä: Yeah mach i mol wiedo!!!

Der Briefträger war da!

Seit Ich in Malaysia bin, habe ich schon so einiges an Post bekommen. Postkarten aus den verschiedensten Regionen Deutschlands und der Welt, Latzhosen, selbst ein Wurstbrotbild hat den weiten Weg nach Malaysia auf sich genommen …hmmmmm Wurtschbrot!….  Und hei, Ih han mi über jede einzelne Boscht gfreut wie a Schnitzel, dankschön an alle! Jetzt möchte ich zwei dieser Briefe mit euch teilen!

Selbstgebautes Nachttisch

Meine Postsamlung auf meinem Nachttisch

Mitte März dieses Jahres erreichte mich ein Rap aus Sri Lanka, welcher mich besonders Ehrte! Ich möchte hinzufügen das dieser Rap ein einjähriges Insiderwissen vorraussetzt, welches hier auch Insiderwissen bleiben sollte – wir möchten später ja alle mal eine Festanstellung 😉

„Manuel sitzt beim Inder neben dem Komtartower,

trinkt Limau Ice, im Bewusstsein seiner Bossaura,

doch er ist nicht frisch, er wird stocksauer

wirft den Tisch um, nennt den Inder einen Staubsauger.

…dieser der den ganzen Tag vorm Rotiofen steht

sich nun jedoch vor Manu auf den Boden legt und fleht.

Doch es ist lange schon zu spät,

das hat er alles schon gesehen

räumt den Inder aus dem Weg,

nimmt den Fahrradhelm und geht mit weisendem Blick,

schnell zu Antarabangsa  in eiligen Schritt.

Denn da warten schon die andern,

holt mit eisernem Griff den guten Schabernack aus der Wand

tritt ins gleißende Licht „heute ist die andere Hand dran!!!“

und Autogramme werden nicht verschenkt,

hatte es mancher sich erhofft.

Er ist und bleibt der König von Penang, für immer Manuel der Boss!

In Gedenken an den König von Penang erdacht und niedergeschrieben von Fabi, Galle – Srilanke – März 2014.

Fabi, YEAHHHH!!!! Wie geilo, Danke!

Am 21.4.’14 erreichte mich ein versiegelter Brief. Absender sind MCL to the ENA & 50 sen aka Nani the Big aus Kuantan, Malaysia.

Herausforderung

Du, Manuel Boll,

wirst hiermit offiziell herausgefordert zum Messen in der Gesangeskunst mit uns, zwei Gesangsikonen aus Kuantan. Zusammen mit deinem Partner, Julian Franz, musst du dich in 10 Katigorien beweisen.
Ihr habt Zeit, bis zum 22. Mai, ein Lied zu jeder Kategorie herauszusuchen und bestmöglich einzuüben, um eine faire Chance zu haben. Die Kategorien sind wie folgt:

1. Klassiker

2.Weibliche Single

3. männlich Single

4. Rock

5. Rap – Battle – Show – off

6. Wervoller Text

7. Alternative

8. 90 Trash

9. Schrecklicher Künstler – großartig performed

10. Freie Wahl

Alle Songs müssen zu zweit performed werden, wobei es euch freisteht, die Songanteile aufzuteilen.                Das Show – off findet im Rahmen des End – off – stay – Camp statt.                                                                     Ölt eure Stimmbänder, es wird nicht einfach!

Mc L to the Ena ft. 50 sen aka Nani the Big.

Brief aus Kuantan

Brief aus Kuantan

Herausvorderung Akzeptiert!

Die Zeit auf Malaysia geht mehr und mehr dem Ende entgegen, die Vorbereitungen für meine Finale Reise haben schon begonnen! Am Mittwochabend fahren 6 von den Penang Boys, für ein paar Tage zu den Perhentian Inseln. Was dort so alles los sein wird, gibts im nächsten Beitrag. Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es aufjedenfall!

Viele Grüße der König von Penang

Manuel der Boss!

 

Singapur – lifestyle of the rich and the famous und vo denne die alles zahlt grieget!

Hallo meine Freundchens und Freundinchens,

Vor einigen Wochen wurde Hendrik, Julian und ich von einem Hostelkettenbesitzer, namens Loki, zu sich nach Singapur eingeladen. Letztes Wochenende nahmen wir drei Spitzbuben das Angebot war. Singapur ist ein kleiner Stadtstaat zwischen Malaysia und Borneo, und was wir dort so erlebt haben, gibts im heutigen Beitrag.

Puentklich um 21:45Uhr sprach unser Pilot Kaeptn Carlos Fernandes die goldenen Worte: „Ready to take of“. (uf duetsch: mir währet sowit zum starte). Nur 75 minuten später,  töhnte durch die Lautsprecher „prepare for Landing“ (duetsch: Achtung, sgoht wider abwärts.). Nachdem auschecken stellte Hendrik Kontakt zu Loki her, welcher uns die Adresse seines Ferienhauses gab… Jo er haet a Ferienhus z Singapur obwohl er z Singapur lebt^^ … Nach 40 minütiger Taxifahrt kamen  wir, mit knurrenden Magen, am besagter Adresse an. Unsre Mägen knurrten, gottseidank!, so laut das uns Loki erstmal zu Mc. Donald einlud. Zu jenem Zeitpunkt wusste niemand, dass vor dem Feinschmeckerrestaurant in Singapur, ein esenziell wichtiges Ereignis passieren sollte. Mein Gott mir waret so ahnungslos. Loki drueckte Hendrik 300SD (Singapur Dollar) in die Hände und schickte ihn hinein, um drei Menüs zu kaufen. Da ein Menü 7 dollar kostete, blieben nach Adamriese 279 Dollar übrig. Als wir ihm das Restgeld zurück geben wollten, viel der alles eintscheidende Satz: „kepp the small changes“ (z dütsch: Des chleigeld-Glump chasch palte…) …hei ih segs eu, vodem „Chleigeld‘ hen mo drei Dag glebt wie Könige!… Nachdem wir unser Siegermahl „zuhause“ vertielgt hatten, ging es auch schon ins Bettchen.
Um 9:00Uhr klingelte der Wecker …jetzt stoehn sogar Koenige scho um nuene zmorge uf… Als aller erstes fuhren wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Dort wurde uns auch schnell klar  jo, mir sin it z Malaysia. Auf jedem öffentlichen Platz, in jedem öffentlichchen Gebäude, selbst an den Hauswänden hingen Überwachungskameras und unweit zuneben meist utopische Verbotschilder wie: trinken & essen 500SD, rauchen 1000SD, Muell wegwerfen 800SD,… Demnach sauber und ordentlich waren die Straßenbahnen und Straßen in Singapur auch. Also jetz mol ganz im Ernscht, i han no nie, also würklich no gar nie, ä so subere und ordentliche Stadt gsäh!  In der Innenstadt besichtigten wir Chinatown, welches wie die meisten Chinatown Areas, die Ich schon besichtigt habe :-), von Touristen eingenommen wurde. Der einzige Unterschied war die Moderne. Ein kleines Beispiel: In der gesamten Area gibt es sehr schnelles kostenloses W- Lan. Danach fuhren wir zwei U-Bahnstationen nach little India, welches nicht weniger modern war als Chinatown. Um ehrlich zu sein, war doch der einzig, für mich erkenbare, Unterschied der, das anstatt der Touristenmassen, Inder in den Straßenkaffees saßen. Der nächste Programmpunkt war Marina Bay… jo mir hen richtig was gmacht ah dem Dag!.. Marina Bay ist das Bankenviertel und Touristentreffpunkt Nr. 1 in Singapur. Dort präsentiert sich das Land von seiner ganz reichen Seite! Unzählige Wolkenkratzer von verschiedensten Banken und Unternehmen ziehren dort die Landschaft. Selsbt das Riesenrad, welches in einem sehr schönen Park steht, ist standesgemäs das grösste der Welt. In diesem Park verweilten wir ein paar Stunden, tranken Kaffee für 10 dollar die Tasse, und bestaunten während dessen die oriantalischen Palmen und Blumen  jep, jep, jep… wer het de het!  😛 So ging der Mittag ins Land und wir machten uns auf den Heimweg. An diesem Abend lud uns Loki zu einem einheimischen Abendessen ein. Es gab Heifischsuppe, gegrilltes Schwein, Nudeln, Pudding und und und… Die Rechnung für den ganzen Spass 485SD, also gerade gut genug fuer so ein  Feinschmecker wie mich! Zu guter Letzt erkundeten wir mit Loki das Nachtleben von Singapur. Er führte uns zu einem Platz, wo nur die Reichen und Schönen, die ganz schön Reichen und die, die alles von diesen bezahlt bekommen … also wir 😀 …, feiern gehen. So endete dan auch der Samstag. Der letzte Tag begang um 12:30Uhr …Goht doch!.. An diesem morgen …jo fuer’d Reiche, Schöne und die wo alles zahlt griget isch 12:30Uhr no am Morge! ) begutachteten wir eine nahegelegenes Einkaufszentrum, welches uns Loki empfohlen hat. Am Mittag gabs dann Reis mit Curry, selbstverstaendlich auch gesponsert von Loki. Dieses schmeckte wie jedes andere Reis mit Curry mit dem Unterschied, dass es 185SD und nicht 10Malaysische Ringit kostete. Ergo war es besonders gut!
Zweitletzter Tagesordungspunkt war die Besichtigung eines chinesischen Tempels. Dannach machten wir uns per Bahn auf den Rückweg zum Flughafen. Da unser Zug allerdings mit angezogener Handbremse tukelte und die Airstar Airlines Mitarbeiter zu faul waren die Board-Türe nochmal zu öffnen, haben wir den Flug um 5 min verpasst… heaeaea sell war sowas vo unnötig sell seg ih eu!… So mussten wir eine zwei Stunden spätere Maschiene von Air Asia nehmen. Aber wenigstens konnte Ich während der Wartezeit meiner Oma, per Skype, zum Geburtztag gratulieren 🙂 …Dess war schono cool! Au ah dere Stell nomel alles Gute Oma, ’s war luschdig!… Den nächsten Flug haben wir dann wenigstens nicht verpasst und landeten pünktlich fünf Minuten zu spät, um 24:00 Uhr, in Penang Malaysia. An diesem Abend war, Dank des verpassten Fluges, die Stimmung zwar ein bisschen unten, was sich allerdings saumäßig schnell änderte, als Ich erfuhr, dass Gladbach – Hamburg 3:1 nach Hause geschickt hat haaaaa!!!

Sodele, damit ist das Kapitel Singapur auch abgeschlossen. Alles in allem war es schon ein interessanter Einblick in das Leben der Reichen. Auf dauer müsste Ich mir das aber nicht geben glaube ich. Ich bin jedenfalls froh, wieder in einem Land zu sein wo Ich nicht 24/7 von Videokamereas überwacht werde und es niemand kümmert, ob ich im Bus trinke oder esse- It so wie im voklemmte Dütschland 😉 ..
Allerdings bleibt auch mir mein eigenes gejammer nicht erspart.  Meine Zeit hier verrint wie im Fluge! Nur noch drei Monate, dann bin Ich schon wieder in good old Germany Schelge-city, und dabei bin ich doch gerade erst in Penang angekommen! 🙁

So jetzt wünsch ich euch einen schönen Frühling! Geniest die heißen Temperaturen …hehehee haaaaaaaa, hei dets mi frühre be eu! 😛

Königliche Gruesse euer

Lord Manuel

Nepal

Hallo meine Freunde!

Nach einer kleinen Durststrecke gibt es endlich mal wieder einen Beitrag! In diesem geht es um meine Reise nach Nepal an den Rand des Annapurmagebietes.

Das erste Kapitel meiner Geschichte nenne Ich: Der Flug!

Als ich um 11:30Uhr malaysischer Ortszeit die Maschine von Air Asia X nonstop nach Kathmandu Nepal betrat, hatte Ich noch keine Ahnung, was für Abenteuer Nepal bereits für mich parat gelegt hatte! Das erste kleine Abenteuer lies dabei auch gar nicht lange auf sich warten… Es began um ca.13:45 Uhr  über Kathmandu als in unserem Flugzeug das Anschnallwarnlicht aufblinkte und daraufhin der Pilot durch gab, dass wir einige Zeit wegen schlechten Wetters über Kahtmandu kreisen müssten, (hei ih ha dencht alles halb halb so tragisch, aber wa den los gange isch war saumäsig!) von der einen auf die andere Minute wurde es schlagartig dunkel um uns herum und unser Flugzeug wurde zum Spielball von Wind und Wetter. Von Gelassenheit im Flugzeug kann konnte keine Rede mehr gewesen sein, ständig hörte man von irgendwo ein „Angstblaarer“! Die Situation wurde von unserem Piloten durch den ersten  Landeversuch nicht gerade gebessert! Wie ein betrunkener Gwak (uf dütsch: „Rabe“) kam unser Flugzeug der Landebahn näher, setze kurz auf dem rettenden Boden auf, da gab der Pilot nochmal Vollschub und hob wieder in die Lüfte ab allà , “ ’s war so schö do obä,  mache mos doch grad nomel a zweits Mol…“  Dies war dann auch der Zeitpunkt als die Stewardessen ihr grinsen verloren und begannen die Brechbeutel zu verteilen. Mein Reishünchen vom Flughafen Kuala Lunpur, welches nebenbei erwähnt nicht gerade für Gourmets wie mich zu empfehlen ist, blieb aber auf jeden Fall drin und der zweite Landeversuch war dann auch um einiges besser im Gegensatz zu ersterem. So betrat wir dann gottfroh, mit einer Verspätung von 20 Minuten, den internationalen Flughafen von Kathmandu. Jopjopjop ahhh.. so war des..

Angekommen gehts weiter mit Kapitel zwei, welches ich „Kathmandu“ taufte.

Kathmandu, einstige Hippi Hauptstadt, hat für mich definitiv ein bisschen an Charme verloren. Im Touristenstadtteil Thamel findet man an jeder Ecke, Trekkingausrüstungs-Läden und Hostels mit dem Namen Yeti, Peace oder Everest. Außerdem kam mir  die ganze Stadt den ganzen Tag über sehr hektisch vor, was eine doch recht stressige Atmosphäre erwirkte. Aufgrund dessen entschloss Ich mich gleich dazu, schon am nächsten Tag, in eine andere Stadt weiter zu ziehen.

Kathmandu

Somit wurde es Abend und wurde im dritten Kaptiel names: „Phokara“ wider Tag.

Die Fahrt nach Pokhara war in etwa so wie der Flug nach Kathmandu, nur mit dem Unterschied, dass man hier eine Klippe von geschätzten hunderten von Meter unmittelbar neben der Straße hatte und nicht etwa 11km wie im Flugzeit herunter fallen könnte.. Joa ’s war scho schbannend, puih… Die Straße an sich war schon sehr beeindruckend, sie wurde teilweise direkt in den Fels „gemeiselt“, war einspurig, ohne Leitplanken, hatte kein Teer, bestand nur aus Gestein und Dreck welches sich Dank des bescheidenden Wetters vom Vortag Matsch verwandelte. Zusammengefasst: Wir rutschten mit unserem TaTa-Bus auf einer einspurigen Dreck-Matsch-Stein Straße, mit Gegenverkehr 7 Stunden lang an einem hunderte Meter tiefen Abhang ohne Leitplanken entlang nach Pokhara. Herrlicher Sonntagsausflug!

Bus nach Pokhara

"Autobahn"

Pokhara selbst war die harte Anreise aber auf jeden Fall vollkommen und zu 100 Prozent Wert! Sie ist die zweitgrößte Stadt Nepals und ist überhaupt gar nicht mit Kathmandu zu vergleichen. Die Leute strahlen einfach durchgehend die nepalesische Gelassenheit und Ruhe aus. Und das coolste, abends spielen langhaarige, bunt gekleidete, mit Peace-Zeichen um den Hals hängende Typen in Sitzkreisen Gitarre… So richtig echte Hippies eben 🙂 Diese Stadt ist wirklich Klasse!

Pokhara

Der Trekking-Ausflug! Dädäm!

Am nächsten Tag ging es auf zum  zwei Busstunden entfernte Nayapul.

Nayapul

Von dort aus startete Ich eine fünf Tage Trekking-Tour zum Rande des Annapurma Gebietes, welches Teil von Himalaya ist und die größten Berge der Welt beherbergt. Am ersten Tag ging es am Modi Kohla Fluss entlang nach Tikedhunga. Der Großteil der Strecke ist tatsächlich eine „richtige“ Straße, daher war dieser Teil des Trekks noch sehr einfach.  Die Nacht verbrachte Ich im Zelt welches ich tatsächlich die ganze Strecke mit mir ‚rum schleifte… (Mein Gott ide erschte Nacht han i tarzach dencht, dass ich die füf Däg mit Links mach.. tzzzz.. döt wär i no jung un has noit besser gwüsst…). Die Nacht war mit 5 bis 10 Grad dabei noch sehr warm und daher ging es ausgeschlafen um 7 Uhr morgens wieder auf die Piste. Zum Zeitpunktes des Losgehens war mir nicht mal im entferntesten klar, dass  es diese Strecke gewaltig in sich haben wird!
Das Ziel, Ghorepani, liegt etwa 2884m über dem Meerespielgel, Tikhetunga etwa 1540 Meter. Diese gefühlten 10000m Unterschied, müssen über eine enge Steintreppe hinauf bewältigt werden, welche quasi direkt in den Fels geschlagen wurde!

steintreppe

Während ich mich mit dieser Strecke herum quälte, kamen mir mehrere Kinder entgegen. Diese waren ca. 10-15 Jahre alt und laufen jeden Tag als aller erstes diesen Weg zwei Stunden lang zur Schule entlang! „Des isch anderschter als vom Schelge ad Bushaltestell uf Ühlinge abe z‘ dabe!“  In Gopharani angekommen wurde mir erstmals klar wo ich überhaupt bin. Keine Straßen, nur Esel (die einfach alles schleppten), zur nächsten Straße mindestens ein zwei Tage Fußmarsch (egal in welche Richtung) und einfach nur sau kalt! 15Uhr mittags herrschen dort 0 Grad Celsius! Zu dem Zweitpunkt schwante mir schon, “ s würd a chalte Nacht!“.

Ghorepani

Ghorepani

Ghorepani

Ghorepani

Nichtdestotroz baute ich guter Dinge am ansässigen Zeltplatz mein Quartier auf. Während Ich die Nippel durch die Laschen zog (hei ich lieäb des Liäd!) kam ein Träger einer Reisegruppe zu mir und fragte mich als aller erstes ob Ich denn die Nacht im Zelt verbringen wolle, es würde sehr kalt werden! Ich blarte grosslaut zurück „Hejo ih bin ’n Ma, ma meinsch au!“ Daraufhin erwiderte er auf deutsch:  „Oh aus Deutschland? Nah dann viel Glück!“ Vielleicht hätte mir dieses Gespräch eine Warnung sein sollen aber Zzzz…. „Hätte ich früher immer gemacht was richtig gewesen wäre, hätte Ich mich oft selbst vermisst“ (Jupiter Jones). Also verbrachte Ich die Nacht bei -10Grad im Eisregen eingehüllt in 2 T-Shirts, 3 Pullover, 2 Jacken, 3 Hosen, mit den Beinen soweit es ging im Rucksack und mit allem zusammen im Schlafsack im Zelt (..heiligsblächle, war des chalt!).  Ich habe diese Nacht entgegen der Wettquote überstanden, mein Kamera Akku nicht.. hmmmm… Fortan musste dann eben die Handykamera her halten.
Am dritten Tage meiner Tour fand das absolute Highlight meiner dortigen Reise statt. Der Sonnenaufgang über dem Poon Hill. Der Aufstieg über humane 3000 Steintreppenstufen war nach 1h gepackt. Von dort aus sahen wir ein Naturschauspiel das seines gleichen sucht. Wir sahen wie die Sonne hinter den größten Bergen der Welt aufging und ein unbeschreibliches Kunstwerk geschaffen wurde. Keine Kamera der Welt hätte dieses unfassbar schöne Schauspiel auch nur im Ansatz gerecht einfangen können!
Auf dem Berg kam der Sherpa vom vorherigem Abend zu mir und fragte ob ich die Nacht wirklich und tatsächlich im Zelt verbracht hätte. Ich blarte: „Hejooo, no problemo!“ 😉 woraufhin, wiedermals auf deutsch, zurück kam: „Du bist ein knallharter Hund!“ sowas von jemandem zu hören der sein Leben lang für europäische Touristen Tage lang kiloweise Gepäck über die höchsten Berge der Welt schleppt ist schon was Wert würd ich sagen!

Der Gipfelstürmer - Poon Hill

Der Gipfelstürmer – Poon Hill

Nach diesem überwältigendem Naturschauspiel ging es wieder hinunter nach Ghoperani. Wir gingen diesen weg dafür hinutern, dass wir auf einen anderen 3200m hohen Pass wieder hoch klettern durften.. hmmmm… An diesem morgen lernte dann Adriana aus Israel kennen, die den selben Trekk wie ich lief. So machten wir uns von dort weg gemeinsam auf, den Rest der Strecke zu bezwingen.

Adriana und ich auf Poon Hill

Das Tagesziel war Tadapani, eine kleines Bergdorf genau inmitten von nirgendwo! Auch diese Nacht verbrachte Ich im Zelt  (..wenn ih scho was afang, denn mach ihs au fertig!“). So schlief ich im Stile von Bear Grylls meine dritte Nacht in Folge im Zelt. Auch diese Nacht war mal wieder Arsch kalt, aber nichts im Gegensatz zur vorhergehenden!
Der zweitletzte Tag meiner Trekking-Tour brach an und führte uns nach Ghandruck. Ghandruck ist ein verhältnismäßig großes Dorf, welches sogar eine Poststelle hat und sogar, jetzt kommts, eine deutsche Bäckerrei! (..Dät mi nu wunder näh, wer uf die Idee chunt, uf Gandruk us z’wandere un a dütsche Beckorei uf z’mache. Aber jonu mi häts gfreut! Der dortige Schwarzwälder war zwar ein bisschen kalt, aber sonst ganz lecker! Hmmm Schwarzwälder!

Zeltplatz Gandruk

Zeltplatz Gandruk

Die letzte Etappe führte dann über eine staubige Straße zurück nach Najapul (…i het au ’n Bus näh chönne, aber wer macht scho am Schluss schlapp!). Von dort aus fuhr Ich als stolzer Bezwinger des Poon Hill Trekks zurück nach Pokhara! „Haaaa!!!“ Letztendlich war es zwar mehr eine Krampferei als entspanntes Wandern, hatte dafür aber ein maximales Level coolness!
In Pokhara verbrachte ich die dann Nacht und fuhr am nächsten Morgen dann mit dem Buss zurück nach Kathmandu, wo mein Abenteuer langsam an das Ende kommen sollte (dachte ich zumindest!) und ich meine Ausflug ausklingen lassen wollte. Auf der To-Do Liste des letzten Tages stand dementsprechend nur noch der Heimflug an. Dies stellte sich dank Air Asia als nicht ganz so einfach heraus und benenne daher das Abschließende Kapitel: The way back machine! oder zu deutsch: Die Zurück-Maschine!

The way back machine!

Beim Flughafen angekommen hieß es bei der Gepäckabgabe am Schalter nichtsahnend plötzlich, sinngemäß, zu mir: „Hey Du häsch aber kei Zusatzgepäck gebuecht!“ Nach einer fünf minütigen hitzigen Debatte, es war eine kleine Schlacht, entschloss ich mich der Klügere zu sein und erst mal nachzugeben um später nochmal angreifen zu können… häää… Danach versuchte ich vergebens im Flughafen ein WLan zu finden, um mit airasia malaysia Kontakt aufnehmen zu können. Aber tja, Pustekuchen, ins Wlan kommt man dort nur, wenn man in Besitz einer nepalesischen Sim Karte ist (Froget mi it warum, isch döt halt so.. häää..). In meinem Geldbeutel versammelten sich alles in Allem noch exakt 200 Rupien, was genau für eine SIM-Karte reichte. Allerdings braucht man dort für eine SIM-Kartenanmeldung auch noch ein Passfoto häää.., was ich natürlich nicht hatte. Also ging ich zum nächsten Fotografen um mich ablichten zu lassen. Ich erklärte diesem mein verzwicktes Dilemma woraufhin wir uns darauf einigten, dass ich ein Passfoto bekomme und er im Gegenzug mein Foto als Werbematerial verwenden dürfe ..hei hans ich druff, sell säg i eu!“  ^^ Stolz ging Ich zum SIM-Karten-Mensch zurück und konnte eine kaufen mit welcher ich mich dann sogar tatsächlich ins WLan einwählen konnte (..un ich ha scho dencht die vozellet mo n Schießdreckch…). Als ich dann eeeendlich mit der Kundenbetreuung von Air Asia kommunizieren konnte, erklärten sie mir, das ein technischer Fehler bei der Buchung aufgetreten sein muss und diese wohl nicht ganz korrekt abgewickelt werden konnte (jojo technische Fähler, isch klar…Tsss). Sie Buchte mir das Ticket dann erneut und rannte zurück zum Check-In Schalter. Als ich dann also zum zweiten mal zum Gepäckstand diese Frau ankam, wollte man mich schon wieder abwimmeln, bis ich sagte „Lueg gschiedo nomel noch bevor öbis seisch Maidle!“. Diese traute Ihren Augen kaum und nahm mein Gepäck endlich an! Und das nachdem der Schalter sogar schon kurz vor mir geschlossen hatte! 😀
Der Heimflug war dann zum Glück recht unspannend was nach dieser Woche auch mal ganz schön war! Um 8:20Uhr Penang, malaysischer Ortszeit bin ich dann sogar tatsächlich mit meinem Gepäck und dieser Geschichte darin gelandet und konnte nach Hause gehen.

Ich hoffe Ihr hattet genauso coole Wochen wie ich, und schicke euch in diesem Sinne liebe Grüße nach Hause!

Euer knallharter, Nepal bezwingnder, Hund Manuel

P.S.: Klickt euch auch durch die Bilder in der Galerie  🙂

 

 

 

St. John, Gong Xi Fa Cai und romantisches Orangenwerfen – Das chinesische Neujahr

Schon wieder sind drei Wochen in Malaysia vergangen und wie ihr bestimmt alle noch wisst 😉 habe Ich im letzten Beitrag (Vom Krankenhaus über St. John nach Pulau Jerajak. Die letzten 3 Wochen) einen Bericht über das Chinesische Neujahr angekündigt. Also, uff los gohts los! Aber vorher noch eine andere Kleinigkeit zu meinem momentanem Befinden…

Ich arbeite und wohne jetzt schon seit knapp 1,5 Monate beim St. John Rettungsdienst. Dort arbeitete ich anfangs, eigentlich immer noch, in der Notfallrettung. Warum Ich jetzt gerade im Moment nicht dort bin, liegt ganz einfach an akutem Mitarbeitermangel (genügend Paramedics, keine Fahrer). Deshalb wurde der Rettungsdienst in unserem Areal vorübergehend flach gelegt, da dies im Notfall längere Wartezeit bedeuten würde. Es gibt zwar andere Rettungsdienste in unserem Gebiet, diese sind aber privat und fahren nur für private Krankenhäuser was sehr kostenintensiv ist, insbesondere weil die meisten Menschen hier nicht krankenversichert sind. So arbeite Ich zurzeit von 9Uhr – 17uhr im einfachen Krankentransport, was für mich auch sehr interessant ist, da wir unter anderem auch beatmete Patienten unter Suprainin in der Spritzenpumpe herum kutschieren, was nochmal eine ganz andere  Herausforderung ist als die üblichen Patientenfälle in Deutschland. Ich bin zwar kein Freund der Gegenüberstellungen, aber in Deutschland werden diese Transporte in einen Rettungswagen oder speziellem Verlegungsfahrzeug mit Dr. ausgeführt, aber jop, so ist es hier halt einfach. Laut einem Kollegen werden im März neue Mitarbeiter eingestellt, nachdem diese dann eingearbeitet sind soll der Regeldienst wieder aufgenommen werden, wann genau steht allerdings noch in den Sternen….

So jetzt aber, uuuuund los! Nach dem Chinesischen Kalender wurde am 1.3.2014  um 23:59Uhr das Jahr der Schlange abgesägt um eine Minute später das Jahr des Pferdes zu feiern! Da die Chinesen keine halben Sachen machen, zumindest nicht wenn Sie feiern, dauert dieses ganze Prozedere, welches sich, oohh welch Überraschung, „Chinese New Year“ nennt, gleich 15 Tage (nomol ih Wortä: fufzääh Dääg!). In diesen 15 Tagen werden jede Nacht Silvesterraketen, Kracher, Böller, usw. los gefeuert, und das so laut, dass der Tinitus wegen Überarbeitung Pause machen muss, denn die hier üblichen Feuerwerkskörper sind in Deutschland nicht einmal im entferntesten erlaubt (schad eigentlich, aber Gott sei Dank it!). Das Chinesischen Neujahr ist ebenso dazu da, den Leuten mit Sozialen Berufen für Ihre Arbeit zu Danken. Dies geschieht über Geld welches in Briefumschlägen an diejenigen, mit den Worten „Gong Xi Fa Cai“ (zu deutsch: „Ich hoffe du wirst reich“), überreicht wird und nennt sich „Angpao„. Je nach Größe und Ansehen der Organisation kann ein Mitarbeiter locker 800RM in diesen 15 Tagen machen. Ein Haufen Geld bei einem Durchschnittseinkommen von 600RM. Es war ein schönes Gefühl diesen Leuten ehrliche Anerkennung zu zutragen und spiegelte den tiefen Respekt der Chinesen gegenüber sozial engagierter Menschen wieder. Allerdings trifft dies aus irgendeinem Grund nicht auf den Rettungsdienst zu, irgendwie haben die Leute was anderes im Kopf als dem Retter nach einem Herzinfarkt Reichtum zu wünschen, hmmmm hääää… 
Die wichtigsten Tage des Neujahrs sind hier der 1, 7, 9 und 15. An diesen Tagen wird nochmal extra geballert, außerdem finden auf öffentlichen Plätzen verschiedene chinesische Veranstaltungen statt. Am siebten Tage des Spektakels wird gebetet, nicht wie in Deutschland in der Kirche, sondern vor den Häusern auf der Straße mit kistenweise Essen! An diesem Tag konnte man so viele Spanferkel vor den Türen sehen, dass ich überzeugt bin, dass an diesem Tage Schweine in Malaysia ausgestorben sein müssen! Immer zum Abschluss wird dann am 15 Tag der chinesische Valentinstag gefeiert. Dieses Jahr fiel dieser sogar zufällig auf den Westlichen Valentinstag am 14.02. Dieser Tag für Pärchen wurde in China nicht wie in Deutschland, von der Blumen-, sondern wenn dann von der Orangenindustrie eingeführt und etabliert. An diesem Tag schreiben Frauen ihre Telefonnummern auf eine Orange und werfen diese dem Mann ihrer Wahl, in der Hoffnung dass sich dieser meldet, vor die Füße (war luschdig 😀 ).
So das war dann auch das chinesische Neujahr, und nach dem Lunarkalender gehts in 354 Tagen wieder von vorne los!

Und hier noch ein kleiner Ausblick auf den nächsten Beitrag ^^: Die nächste Woche verbringe, wander Ich in Nepal. Dort werde ich am Rande der Bergregionen des Anapurma Gebietes  unterwegs sein, welches im Himalaja liegt. Was Ich dort so alles erlebe erfahrt Ihr wenn ich wieder zurück bin und Ich bin sicher es wird einiges zu berichten geben 😉

Gong Xi Fa Cai und eine glückselige Fastnacht

Euer Orangenfänger Manuel 😀

Vom Krankenhaus über St. John nach Pulau Jerejak. Die letzten 3 Wochen!

In den letzten Wochen ging es im Leben des Manuel heiß her! Ich lag im Krankenhaus, hatte einen Projektwechsel und war auf Pulau Jerejak Zelten.

Aber alles der Reihe nach… Wir schreiben den 12. Januar 2014.  Julian und Ich sind auf dem Heimweg von einem ortsansässigem Lokal namens Antarabangsa Enterprise. Kurz vorm rettendem Bettchen stürzte Ich unglücklich, und verletzte mich dabei noch viel unglücklicher am linken Arm. Da die Wunde doch ein bisschen größer aus viel (ca. 20cm), entschieden wir uns sofort ins nächste Hospital zugehen, besser gesagt mich vom Krankenwagen abholen zu lassen. Dort angekommen bin Ich auch sofort in die Chirurgie weiter geleitet worden, wo die Wunde gesäubert und vorerst kleinere Gefäße zugenäht wurden. Als Ich da so auf der Trage lag, überkam mich dann doch ein Wechselbad der Gefühle. Zu meiner Linken stand ein Chirurg der regelmäßig alle 2min ein „Oh No!“ (Oh nein) von sich gab, zu meiner Rechten versammelten sich gefühlte 20 Krankenschwestern die alle schwer damit beschäftigt waren meine Engelsgleichen Haare zu durchforsten und nebenbei noch Fotos von mir und mit mir zu knippsen (hääää…). So lag ich auf der Trage wie ein verletzter Zirkusclown mit 20 Pfoten in meinen Haaren (Jop, jop, jop so kass goh! Do machsch ein mit, sell seg i eu!).
Nach knapp 45min war der Chirurg dann mit mir fertig und die Schwestern (alle!) rollten mich in die chirurgische Station, wo mich schon die nächsten 20 Schwestern (normalerweise arbeiten auf einer Station 4-5 Schwestern) mit gezückten Kameras erwarteten. So ging es nicht lange bis der gesamte Krankenhauskomplex wusste, dass auf Station 14C Manuel der Weiße mit den blonden lockigen Haaren lag… Als knapp 5-6h später die Visite bei mir vorbei kam, erklärte mir der leitende Arzt, dass ich heute Abend eine kleine Operation, bei der die Wunde nochmals gesäubert und endgültig geschlossen werde, über mich ergehen lassen müsse und daher erst mal fasten angesagt sei. – Hei un ich ha scho de Speiseplan studiert ka, häää… So wurde Ich also dann am 13.1.2014 um 2:15Uhr mit knurrenden Magen und einer Famosität (gits des Wort überhaupt?) eines Superstars im staatlichen Krankenhaus Penang Operiert. Nach zwei weiteren Tagen Vollüberwachung durch die Krankenschwestern durfte endlich wider abdampfen. So, denn wär des au gschwätzt…

Da ich nun somit noch bis zum 27.1.’14 krank geschrieben war, passte das ganz gut, da Ich an den Tag in ein neues Projekt wechselte/zugewiesen wurde. So arbeite und wohne Ich jetzt bei der St. John Ambulance Penang im Notfalltransport. Die Rettungsdienste in Malaysia und Deutschland sind so verschieden wie Tupperdosen und Zebras. Das Handwerkszeug hier ist doch sehr spartanisch ausgestattet. Fakt ist aber, dass es funktioniert! So erlernte ich den letzten Tagen ganz neue Arbeitsweisen und Arbeitstechniken. Was mir aber schon jetzt aufgefallen ist, das wenn hier Unfälle passieren, insbesondere im Verkehr, dann Richtig. Sicherheit für Fahrzeuginsassen wird hier nicht gerade groß geschrieben, also wenn’s kracht, dann krachts aber! So konnte ich in den wenigen Tagen schon extrem viele unterschiedliche Verletzungen behandeln. Ich kann und will dies hier nicht gut heißen, aber arbeitstechnisch gesehen ist das schon saumäßig interessant! Joa so ist das hier…

Da zur Zeit chinesisches Neujahr ist, hatten wir (wiedereinmal) einen Feiertag zu feiern 🙂 Daher musste ich Freitag 31.1.14 nicht arbeiten und fuhr mit Fabian (auch ein AFS-Kumpel) zum zelten nach Pulau Jerajak. Pulau Jerajak ist eine kleine Urwald-Insel nicht weit von Penang entfernt. Da wir allerdings am Donnerstag leider kein Boot mehr erreichten welches uns dorthin hätte bringen können, zelteten wir halt einfach die erste Nacht auf Penang, anstatt zu Hause zu schlafen, um es am nächsten Tag gleich am Morgen nochmal zu versuchen. In Penang zu zelten war wie im eigenen Hinterhof zu schlafen; Ganz Lustig, aber der Kitzel hat gefehlt 🙂
Am nächsten Morgen bekamen wir für 25RM pro Naseweiß dann aber zwei Tickets und los gings. Auf der Insel angekommen, suchten wir zuerst einen geeigneten Platz für unser Zelt. Diesen fanden wir nach ca. 30min Fußmarsch an einer Bucht auserhalb des Urwalds. Wir errichteten unser Zelt, machten ein Feuer und fingen an Würstchen am Stecken zu grillen (jojo Würschtle! hmmm Würstle…).  Voll gegessen machten wir bis am frühen Abend auf und erkundeten noch ein bisschen die Insel. Letztendlich fanden wir nicht viel, unter anderem ein Wasserkraftwerk, welches alles in allem extremst unspannend war und das Dschungelfeeling irgendwie, naja, egalisierte… Aaaber dafür sahen wir auf dem Weg mehrere 1,5-2m große  Varane und, nach unserer kompetenten Einschätzung, zwei Weißkopfadler. Wieder zurück am Zelt, grillten wir nochmal ein paar Würstchen und ließen die Nacht verstreichen. Der nächste morgen begann, Dank des harten Bodens, um 10:30Uhr. Wir packten unsere sieben Sächelchen und wanderten den ganzen Mittag im Dschungel herum. Dabei überquerten wir sogar eine ziemlich coole Hängebrücke… Am späten Nachmittag folgten wir dem Ruf nach einer sanitären Einrichtung und machten uns mit dem nächstem Boot wieder auf zurück nach Penang. Alles in allem war’s ein ganz lässiger Ausflug ins Grüne 🙂

Was Ich in meinem neuem Projekt so erlebe und was bei bei einem chinesischem Neujahrsfest alles so läuft, erfahrt Ihr dann im nächsten Beitrag.

Bis dahin, bleibt sauber und viele Grüße

euer Inselbewohner Manuel alias der Würschtlekiller

Das Beste kommt zum Schluss. Puket und Kuala Lumpur

Hallo meine Freunde!

der heutig Beitrag knüpft direkt an den letzten an und bildet das finish der „Unterwegs mit Manu“-Saga.

Um den Anschluss an den letzten Beitrag nicht ganz zu verpassen, hier noch eine kurze Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse aus der Sicht des Helden (hähähähähä…), oder wie ich es gerne nenne: „Was bisher Geschah“:

1. Teil: „Vom Touristenschwindel in Kuala Lumpur zum Elefantenreiten nach Chiang Mai. „:
– Manu fuhr nach Kuala Lumpur  um mit Sarah und deren Freunde eine 15 Roti-Vertilgungsaktion zu bestreiten und seine neue Kamera zu empfangen.
– Manus schwedische Hostelzimmergenossin ließ ein Gefühl des skandinavischen Winters aufkommen, da sie ihre Pfoten nicht von der Klimaanlage lassen konnte.
– Manu wurde die Kluft zwischen Tourismus und Realität bewusst, und erfüllte sich mit Stolz mehr über die Kultur zu wissen, als das was den Touristen teilweise verkauft wird.
– Manu erwies er sich als würdig, nach all diesen Impressionen den nächsten Schritt zu gehen und die Herausforderung: „Bangkok“ anzugehen.
– Welche Hürden dort, auf dem Weg zu Tobi,  genommen werden mussten, lassen sich anhand des folgenden Bildes erahnen.

Trekking - Chiang Mai

Trekking – Chiang Mai

2. Teil: „Bangkok, Tobi und ein Rollertaxi„:
– In Bangkok angekommen mietet sich der Held online in ein Hostel ein.
– Manu schob seine Mitfahrgelegenheit (Tuck-Tuck Taxi) wiederholt den Berg hinauf, bis er von einem verbündetem Rollertaxi aufgelesen und zum Ziel (Hostel) befördert wurde.
– Eingechecked, begann die wilde Fahrt zum richtigen Flugplatz um pünktlich eine Stunde auf Tobi warten zu müssen.
– Manu genoss ein Stück Heimat und labte an den von Tobi mitgebrachten Köstlichkeiten des Schwarzwaldes (Zäpfle, echte im Schwarzwald gekaufte HARIBO Gummibärchen und sein vergessenen Laptop eines chinesischen Herstellers.. ahhh so n hufe Heimät uff ei Mol!)
– Um sich als echte Touristen auszuweisen sollte nicht auf das Zusehen des Verzehres von Heuschrecken in der Koasang Road verzichtet werden und wurde mit dem Kauf diversen Glumpes vom Markt unterstützt.
– Mission Bangkok stellte sich als erfolgreiche erfüllt heraus, was im Aufbruch nach Phuket mündete.

3. Teil: „Das Beste kommt zum Schluss“:
So und an dieser Stelle setzt mein heutiger Beitrag an. Jetzt gehts los („…uuuund äktschn!“):

Punkt 20:55Uhr hob die Maschine von Airasia Airlines, mit den 2 unerschrockenen Schwarzwäldern, am Flughafen Bangkok in Richtung Phuket ab. Da der Pilot, Dank des schlechten Wetters, das Pedal nicht durchdrücken wollte (…zzzsss Schisser…) kamen wir leicht verspätet um 22:00 Uhr in Phuket an. Von dort führten wir unsere Reise in einem Taxi zu unserem ersten Bungalow fort, welches wir für zwei Tage gebucht hatten. Dieses Bungalow lag im Süden Phukets, der Flughafen im Norden. Da das schlechte Wetter unserem Taxifahrer, entgegen unserem Piloten, das sch** egal war, sausten wir in nur 20min dorthin. Das war ja was, sag ich euch!
Gejetlacked hieß die letzte Tagesstation nur noch Bettchen.  Der nächste Tag brach eine Stunde früher als obligatorisch um ca.13:00 Uhr an. An diesem Tag ließen wir es erst mal locker angehen. Wir waren einkaufen und haben uns am Pool die Pelze braten lassen. Entspannt mit leichtem Sonnenbrand, ging es am Folgetag, zu gotteslästerlicher Stunde um 11:00 Uhr, wieder aus den Federn, um um 12:00 Uhr schon wieder auszuchecken und wiedermal mit einem Taxi wieder in den Norden der Insel gebracht zu werden, um dort unser nächstes gebuchtes Bungalow zu visitieren.
Angekommen, mussten wir feststellen, dass unser Bungalow nicht so ganz wie im Internet beschrieben aussahen. Sie waren undicht, voller Moskitos und Internet gab es auch nicht. Wenn eine Fernsehkamera dabei gewesen wäre, hätte ich gedacht wir wären inmitten einer dmax Sendung. Nichtsdestotrotz hatten wir einen Privat-Bilderbuchstrand, ganz ohne Touristenmassen der alles wider wett machte (Jackpot!). Dementsprechend initialisierten wir den Entspann-Modus und hörten erst nach zwei Tagen wieder damit auf am Strand ‚rum zu liegen (jep, jep, jep… des isch Urlaub!).
Fest entschlossen am dritten Tage wieder aufzustehen, fuhren wir nach Patong. Patong Beach ist der berühmteste Strand Phukets, und man bekommt dort dementsprechend leicht eine kleine Touristenüberdose. So weit das Auge reicht gibt es überall Clubs, Bars und Touristeninformationen. An eben einer solchen, buchten wir dann eine Trekking- und eine Insel hopping Tour. Dabei werden von einem Boot verschiedene nahe gelegene Inseln angefahren und können besucht werden. Los ging es mit der Insel Hopping Tour. Ein Taxi (welches schon im Preis inbegriffen war :-)) holte uns um 9:00 Uhr Morgens ab und fuhr uns zum Hafen, wo wir auf ein Schnellboot um stiegen, welches uns zu den einzelnen Inseln schipperte. Wir sahen dabei viele wunderhübsche Strände und klarstes Meerwasser. Highlight war allerdings ganz klar James Bond Island. Auf diesem Inselchen wurde ein Stück des James Bond Films: „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gedreht, von da ab wurde diese Insel, zumindest gegenüber Touristen, nicht mehr als Khao Phing Kan sondern nur noch als jetzt James Bond Island vorgestellt.
Unser nächstes Abenteuer startete direkt am Tage darauf um 9:00Uhr (…um Nüüüne d Morgä! häää…). Nach zweistündiger Taxifahrt ritten wir auf Elefanten, kämpften uns mit einem Schlauchboot einen Wasserkanal hinunter und „flogen“ per Seilbahn über den Dschungel hinab. Dazu kann man nur noch eines sagen: Heilandzack, wafür ’n Dag!
Ausgelutscht und energiesuchend ließen wir die letzten beiden Tage wiederum im Gammel-Modus am Strand ausklingen und streckten noch einst unsre weißen Ränzen in Richtung Sonne ehe es dann Goodbye (zu deutsch: „adje“) Thailand, „Kuala Lumpur wir kommen!!“ hieß.
In KL buchten wir uns im wahrscheinlich berühmteste Hostel ganz Malaysias ein, dem Reaggi Mansion Hostel. Warum dieses Hostel so einen Hype erlebt ist uns auch nach dem dortigem Besuch nicht klar geworden, da es zwar eine wunderschöne Dachbar besitzt, aber ansonsten eigentlich auch nur Standard ist. Da ich nun bereits das ein oder andere mal in KL unterwegs war, was Ihr sicherlich alle aus meinen vorherigen Beiträgen wisst ;-),  konnte Ich Tobi auch gut herumführen. Wir aßen einheimische Spezialitäten wie Nasi Lemak (Reis mit currysosse und Ei), Roti (hmmmm.. Roti…) und noch viele andere Leckereien (sehnedos, Ih kenn mi us :-P). Außerdem waren wir bei den Petrona Towers (einst höchstes Gebäude der Welt) und der Petaling Street. Alles in Allem wurde uns auch in diese beiden Tage nicht langweilig. Am 10.01.2014 um 22:00uhr Uhr, endete der Südasien Urlaub für Tobi auch schon wieder, als er die Maschine, welche ihn sicher zurück nach Deutschland beförderte, betrat.
Ich für meinen Teil machte mich auf den Weg zurück nach good Old Penang, wo sicherlich noch das ein oder andere Abenteuer auf mich warten wird.

In diesem Sinne beende ich die Saga „Unterwegs mit Manu“ mit einem einfachen: „Zicke-zacke-zicke-zacke, heu-heu-heu!!!“

Euer Weltenbumler

Manuel

P.S.: Und wie versprochen, das Beste kommt zum Schluss ^^

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